Korsika 2011

Die letzten Vorbereitungen finden langsam ein Ende und es bleiben uns noch fünf Tage bis zur Abreise unserer Frühlingstour.
Am Sonntag 10. April um 21.00 Uhr legt die Fähre in Savona (Italien) ab und wir sind an Bord.
In den zehn Tagen auf Korsika wollen wir die Insel entdecken, einsame Buchten aufsuchen, abseits der Strassen die Landschaft geniessen und einfach ausruhen und Zeit für uns finden.


Geplante Tour in 10 Tagen (Bild: paradisu.de)

Die wertvollsten Informationen zu unserem Trip nach Korsika erhielten wir von der sehr empfehlenswerten Website paradisu.de. Es lohnt sich diese Internetseite zu besuchen. Einfach grossartig und ausführlich erarbeitet.

14 mögliche Offroad-Touren werden wir befahren und mittels Roadbook unser Offroad-Kno-How erweitern. Selbstverständlich werden wir im Blog unsere Erlebnisse niederschreiben.



Der Silver-Boy steht bereit für unsere Abenteuer

Seitenstaubox über Fensterrahmen

Die Basteleien gehen weiter. Wohin mit den leichten aber trotzdem sperrigen Stühlen und dem Tisch? Eine Variante wäre wohl das ganze in eine Alukiste stecken und aufs Dach zurren. Bringt aber zwei wesentliche Nachteile mit sich:
1. Fahrzeughöhe wächst schnell auf über 230cm
2. Braucht man die Stühle muss man immer aufs Dach steigen

Die Möbelstücke im Wageninneren rauben wichtigen Stauraum für Lebensmittel, Kleider und weitere Kleinigkeiten. Als mittlerweile erfahrener Landyschrauber gilt auch hier: das WWW durchforsten und nach Anregungen, Ideen Ausschau halten. Es gibt Sie doch die praktischen Seitenboxen die Aussen über die Fenster im Heck gehängt (Regenrinne und Zurrschienen) werden. Doch der Geldbeutel sitzt bei mir nicht so locker, dass ich dafür über CHF 600.00 auslegen möchte. Mmmhh, es gäbe da noch die Klappen anstelle der Fenster mit eingebauter Ablage im Wageninneren. Sehr interessante Lösung und äusserst praktikabel. Aber auch diese Lösung kostet eine Stange Geld und beansprucht, wenn auch nicht soviel Raum im Wageninneren.

So gibt es nur noch die letzte Variante in Angriff zu nehmen: Eigenbau.

Gesagt getan und ich bin einmal mehr am sägen, schrauben, verleimen, streichen und anpassen.
Dank den beiden Airline Zurrschienen an der Seite kann ich mit einem Schnellverschluss beliebig eine Konstruktion an- oder eben abhängen. Die Führung und als Befestigung dient ein Winkelflacheisen mit entsprechendem Lochabstand. Die Kiste (aus Holz) verschraube ich auf den Flacheisen. Mit einer Tiefe von 16 cm habe ich immer noch freie Sicht durch die Seitenspiegel und die Kiste steht nicht weiter als die Kotflügel hervor. Quadratisch, praktisch, gut.

Erste Bauphase hat begonnen und bis am Wochenende sollte ich die Bastelei abgeschlossen haben.


Fotomontage der Idee


Kiste im Rohbau

ich mache mich dann wieder an die Arbeit... Bilder und Beschriebe der Box folgen.


Und wieder ein paar, wenn auch kleine Schritte weiter.
Die Staubox passt, Verschlüsse montiert und nun geht es an die Malarbeit.




Erste Montage zur Überprüfung






Box geöffnet mit Klappscharniere


Tag zwei, oder schon die dritte Runde? Jedenfalls sieht die Box doch schon ganz passabel aus.

Schwarz lackiert, gleich zweimal und mit Riffelblech beplankt. Zwischen Deckel und Kiste Gummistreifen eingeklebt zum abdichten und als Anti-Dröhnelement.





Kiste geschlossen





Kiste geöffnet.

Nun noch die Ecken in der Kiste mit Silicon ausfugen und fertig ist die Bastelei.




Ziel erreicht und die Box ist montiert

Wasser zum Zweiten

Nachdem ich nun die Seitenstaubox gebaut habe und diese mit den Campingmöbel befüllen kann, habe ich im Innenraum wieder etwas mehr Stauraum. Genau diesen freien Platz nutze ich jetzt für die praktische Wasseraufbewahrung.

Im Sitzkasten (Heckbereich) passen exakt die zwei 12L-Kanister rein. Deckel aufklappen, Wasserschlauch einstecken, Pumpe ein und Wasser marsch. Funktioniert und bestens verstaut für den Transport.


Klappe geöffnet und Schlauch angesteckt



Brause in O-Ring an Zurrschiene eingehängt



Noch suboptimal: Deckel muss abgenommen werden (zu hoch)

Nächste Schritte: Suchen und Finden eines anderen, tieferen Schnellverschlusses...

Wasser zum Dritten
Ein weiteres Mal durchforstete ich die Baumärkte in der Umgebung, das Internet via Google und natürlich auch das Black Landy Forum. Mehr oder weniger erfolglos ein gewünschtes Teil für die Kanisterverbindung zu finden. Kurzerhand den Bohrer geschnappt, einem Kanister ein zusätzliches Loch verpasst, die Tauchpumpe hineingemurkst und mit dem Adapter des Gardena-Systems verschraubt.

Anschliessend die Box ausmessen, Bohrer ein weiteres mal ansetzen und die komfortable Lösung scheint geboren. Abgesehen von der etwas kniffligeren Arbeit der Stromverkabelung, natürlich mit einem Schalter zum ein- und ausschalten der Pumpe, bin ich wirklich zufrieden mit der definitiven Lösung.


Deckel der Box geöffnet

In der Box haben zwei 12Liter-Kanister hintereinander genügend Platz. Zwischen den Kanister sind die Wassertabletten gelagert. Ebenso weitere praktische Utensilien wie Ersatzschlauch, Faltkanister, Wassersäcke und natürlich passend der Regenschirm.


Schlauchanschluss

Der Schlauch kann während der Fahrt verbunden bleiben. An einem Klettgurt hinter der kleinen Scheibe angehängt ist die Vorrichtung stets griffbereit.... Wasser marsch.



Schlauch mit umstellbarer Wasserpistole

Der Kippschalter für den Pumpenbetrieb befindet sich rechts vom Wasseranschluss. Gut geschützt vor versehentlichem Einschalten.

Fazit
Mit einwenig Phantasie und praktischen Arbeiten ein einfaches System zum Transport des Wassers und für die Anwendung. Klar muss ab und zu der Kanister nachgefüllt werden und die Kapazität von 12 Liter ist nicht gerade üppig, aber kein Festeinbau und daher sehr variabel. Testen können wir dies nun in den vierzehn Tagen auf Korsika.


Strom muss her

Nach etlichen Besuchen im Black-Landy Forum und den vielen guten Tipps, habe ich mich heute an die Arbeit gemacht. Es ist immer schwierig abzuwägen wo die ideale Stelle am Landy ist um eine vernünftige Stromeinspeisung zu erzielen.

Dazu machte ich mir folgende Überlegungen:

  • möglichst kurze Zuleitung (Steckdose - Batterie)
  • nicht direkt sichtbar
  • gut geschützt vor Wind und Wetter
  • einfach zugänglich
  • ohne grosse Eingriffe in die Karrosserie

Und ich habe Sie gefunden; die ideale Stelle!
Auf dem linken Kotflügel ist so eine tolle Plastikabdeckung die einfachen Zugang zum Motorraum gewährt. Eigentlich ist diese Abdeckung einfach nur Show :-)
So nahm ich Mass und sägte ein Riffelblech in der gleichen Form zu und klebte auf der Rückseite eine Gummimatte die alles abfedert und zusätzlich vor Staub und Wasser schützt. Den Stecker verbaute ich in einem eigens konstruierten Rahmen welchen ich mit der Karrosserie verschraubte.


Deckel geschlossen


Deckel geöffnet


Stecker zum herausziehen


und nochmals geschlossen

Nach diesen ersten Arbeiten geht es nun an die Details. Die Klettpunkte halten wirklich toll. Eigentlich zu gut. Deshalb werde ich ein Scharnier einsetzen und den Deckel mit einem Schnappschloss oder Magnetschloss sichern. Geht dann etwas leichter von der Hand.

Und wieder einmal mehr habe ich mir ein paar Gedanken zur "Perfektionierung" des Deckels gemacht. Resultat überzeugt – jedenfalls mich.

Dem Deckel habe ich ein Klappscharnier verpasst und dieses mit dem Chassis verschraubt. Effekt: Der Deckel liegt nun gleich auf mit der Riffelabdeckung des Kotflügels. Der Deckel schliesst sauber und wasserfest. Keine weiteren Verriegelungen und ähnliche Eingriffe sind notwendig.


Deckel gleichauf mit Riffelbeblankung


Deckel geöffnet


Sicht von vorne


Detailansicht des Klappscharniers

Nächste Etappe:
Kabel einziehen und austesten.

4. April 2011

Jetzt kommt Freude auf! Das Stromkabel für die 220V-Zuleitung ist montiert und passt. Ebenso die Steckverbindung für den mobilen Luftkompressor ist praktisch erreichbar und gut geschützt verbaut.


oben im Bild: Stecker für Luftkompressor
unten im Bild: 220V-Stecker für Stromzufuhr


220V-Stecker lässt sich 40cm herausziehen








DVD-Tischchen

Mit ein paar Handgriffen, etwas Aluprofilen, Holz und Gummimatte habe ich kurzerhand ein höhenverstellbares Tablett für den DVD-Player oder sonstiges "Geschmäus" gebastelt. Mal schauen ob dies dem harten Offroadeinsatz gerecht wird.





Ansicht vom Beifahrersitz her.





Ansicht von der hinteren Sitzbank aus.

—-- Artikel wurde auf meinem iPhone erstellt

Sicherheitsgurte hinten

Dank den schier unglaublichen kreativen Fähigkeiten von Maissi, erhielt der Silver-Boy innerhalb einer Arbeitsstunde zwei Sicherheitsgurte montiert.
Endlich kann ich mit ruhigem Gewissen zwei Passagiere im Fond mit auf die Reise nehmen.
Herzlichen Dank an meinen besten Freund!

Bilder zum nachbauen, inspirieren, fachsimpeln... folgen.








—-- Artikel wurde auf meinem iPhone erstellt

Position:Brückreutiweg,Münsingen,Schweiz

The Silver-Boy im März 2011




Und wieder wurde fleissig gewerkelt, verbaut und angeschafft.

Details vom Silver-Boy

Aussen

  • Zusatzscheinwerfer in Stossstange
  • Heck-LED-Lampe
  • Riffelblech Kotflügel
  • Riffelblech Seitenschweller
  • Stahlfelgen 5x schwarz
  • AT-Bereifung, BF-Goodrich 235/85 16 5x
  • Windabweiser Fahrer- und Beifahrerfenster
  • kurze Gummiantenne
  • Unterfahrschutz
  • Kühlergrill metall
  • Safarischnorchel
  • spezielle Lufthutze
  • Heckleiter
  • Lüftungsbleche Seitenfenster
  • Ex-Tec Dachträger
  • Seitenstaufach
  • Heckmarkise mit Seitenteile
  • Seitenmarkise


Innen
  • Raid-Sportlenkrad
  • Handschufach
  • Radkastenbox gross
  • Radkastenbox zum Sitzen
  • 3D Sitzbank
  • Doppelbatteriesystem IBS
  • Standheizung (Webasto Thermo Top P)
  • National Luna 40l Kompressorkühlschrank
  • Unterbaustaufach 2. Sitzreihe
  • Heckklapptisch Ex-Tec
  • Kaffeemaschine Adrianos
  • 2000W Konverter
Mobiles Equipment
  • Feuerlöscher
  • Klappspaten
  • Bergeseile und Gurte
  • Wasserkanister 4x 12 Liter
  • Wassersäcke 2x 20 Liter
  • Solardusche 20 Liter
  • Kompressor 72l/min T-Max
  • Spiral Mobildusche 12 V ohne Kanister
  • Camping-Gaskocher Sydney 2-flammig
  • Camping-Gaskocher Gamping-Gaz klein 1-flammig
  • Alu-Rolltisch (70 x 140 cm)
  • 3 Camping-Stühle
  • 24 teiliges Essbesteck
  • Komplettes Geschirr mit Tassen, Trinkbecher, Teller und Schüssel
  • Utensilientasche Ibiza, 20 x 60 cm
  • Gewürzspender 6 versch. Gewürze
  • Ersatzluftfilter
  • Keilriemsatz
  • Motorenöl
  • Paar Arbeitshandschuhe
  • Bordwerkzeug und Notwerkzeug
  • First Aid Kit Emergency
  • Stirnlampen Black Diamond
  • Faltsack (10L)
  • Flachbeutel-Set
  • Toilettenrollenbeutel
  • Feld-Toilette faltbar 
  • Reifenflickset mit Reifendruckprüfer, 85 teilig
  • Kerzenhalterlaternen mit Ersatzkerzen und Petroleum-Einsatz
  • Klemmschlossgurte 25mm/2m
  • Spannset kurz und lang
  • Diverses Kleinmaterial, Essvorräte, Wasserentkeimungsmittel usw.

Weitere Umbauarbeiten und Anschaffungen im März 2011 erfolgt
  • Klappdach (PopTop von Safai-Centre) mit Fanellobetten
  • zusätzliche Steckdosen im Heckbereich
  • Durchlauftank (+42 Liter, Total 117 Liter Treibstoff an Bord)
  • Alu-Zurrschiene halbrund 50x11mm, Länge je 480 mm
  • Reserveradträger mit Hi-Lifthalterung
  • Seitentaschen links und rechts über den Seitenfenster im Heck
  • Porta Potti Toilette
  • CTEK Ladegerät
  • Einstiegsschweller abmontiert
  • Dachträger verkauft

Nächste Massnahmen (noch im März)
  • Aussensteckdose zur Batterieeinspeisung (über Ladegerät CTEK)
  • Gurthalterung für die Sitzbank
  • DVD-Player mit Klett (Standorte im Landy: Cubbybox und Seitenstaubox)
  • Leselampen im Heckbereich (Schwanenhals LED)

Weitere Pläne
  • Spurstangenschutz
  • Getriebeschutz
  • Sandbleche (120 x 40 x 3 cm)
  • grössere Seitenstaubox bauen
  • Wassertank mit Boiler, Pumpe etc.
  • Bergeösen
  • Fahrwerk (Dobinson komplett)

Hubdach – TopPop V

Endlich durfte ich nach einer Woche "Landy-Entbehrung" mit deutlichen Entzugserscheinungen nach Stein am Rhein fahren und den Silver-Boy wieder in die Arme schliessen.

Chris vom Safari-Centre hat mit seinen Jungs tolle Arbeit geleistet! Die neuartige Konstruktion passt perfekt auf den Wagen und die Details sind perfekt ausgearbeitet.


Silver-Boy halbwegs oben ohne

Schrittweise erfolgte der Zusammenbau von Dachschale und Zeltstoff. War doch etwas kniffliger als gedacht. Aber passte und mit viel Feingefühl liess sich der Stoff harmonisch einziehen und verbinden, verkletten.


Schritt für Schritt zum Ziel


Einzug am Heck (Kederschienen)


Seitenwände einkletten und einhängen


Passt!


Schon bald kann die grosse Reise losgehen.

Nach fünf Stunden körperlichem und geistigem Einsatz konnte ich den Heimweg antreten. Zuhause eingetroffen stürmte Leo gleich drauflos und probierte mit mir und Corinne die Errungenschaft aus. Helle Begeisterung kam auf und am liebsten hätten wir doch gleich die Koffer gepackt und wären losgefahren. Jetzt müssen wir uns noch ein paar Wochen gedulden, einige Kleinigkeiten verbauen und installieren, dann geht es auf nach Korsika.

Danke Chris und Daniel für den tollen Einsatz!







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